Ungewöhnliche Salate

Das Säen und Pflanzen von zarten oder knackigen Salaten hält auch die nächsten Wochen noch an, bis Mitte Juli. Die Sorten sollen die Hitze vertragen, ohne allzu schnell aufzuschießen, üppige Köpfe bringen oder Massen an Salatgrün liefern. Dabei gibt es Unterschiede in der Farbe und besonders im Geschmack.

Teufelsohren ist ein treffender Name für die alte italienische Sorte ‘Cerbiata’, die zu den Romana- oder Römersalaten gehört. Ihr Vorteil ist die gute Beständigkeit gegen Hitze und das teuflische Aussehen, denn die Blätter sind rötlich und spitz. Auch der Fingersalatsalat-teufelsohr ist nicht gerade das, was man einen normalen Kopfsalat nennt. Dabei schmeckt er hervorragend und bildet feste Köpfe. Seine Blätter sind lang und gebuchtet wie die Finger einer Hand.

salat-forellenschluss

Foto - Stein Salat Forellenschluss

Zu den Römersalaten gehört auch der Forellensalat ‘Forellenschluß’, eine alte Spezialität aus Österreich, die es aber schon 1546 in Deutschland gab. “Ist zu summers zeit ein angemessen essen, vertreibt unlust und macht begird zu essen” heißt es da. Man verzehrte ihn nicht nur roh, sondern schätzte ihn auch in der Suppe. Noch wenig bekannt ist der Hirschhornwegerich, der aus der Toskana den Weg zu uns fand. Das schnellwüchsige Gewächs ist sehr gesund, wie die Heilpflanze Wegerich. Ihr Geschmack ist kräftig und aromatisch.

Spargelsalat nennt man auch die noch immer gebräuchliche  Sommerendivie ‘Kasseler Strünkchen’. Von beiden isst man weniger die Blätter als den verdickten Stiel, der geschält und wie Spargel mit Sauce hollandaise zubereitet wird. Zu den Zichoriensalaten gehört der weinrote, knackige Radicchio. Als haltbarer Herbst- und Wintersalat ist er auf den Märkten unübersehbar und in Mischungen mit Endivien oder grünen Salaten als Muntermacher sehr geschätzt. Wie alle Zichoriensalate wird er erst nach zur Zeit der Sonnenwende ausgesät, sonst muss man mit Schossern rechnen.